Tod durch Ertrinken

12. Jan 2011

Wieder treiben die Jäger Streifendelfine in die Todesbucht. Und wieder müssen wir ohnmächtig mit ansehen, wie sie rund ein Dutzend der anmutigen Tiere, die wohl noch nie zuvor Menschen begegnet sind, abschlachten. Jeder Tag bringt neue grausame Überraschungen mit sich. Heute unternehmen einige Delfine einen letzten hilflosen Ausbruchsversuch, als die Schlächter unter den Abdeckplanen schon mit ihrem blutigen Handwerk beginnen.

Doch sie verfangen sich schon im innersten Absperrnetz hoffnungslos. Denn in ihrem natürlichen Lebensraum ist ihnen so etwas wie Netze nicht bekannt. Sie verstehen nicht, was geschieht und verheddern sich immer mehr. Mit der Kraft der Verzweiflung versuchen sie, an die Oberfläche zu kommen um mit ihrem Blasloch Luft zu holen. Die Fischer kümmert das wenig. Die Kraft der verwickelten Delfine lässt rasch nach. Und bis die Delfinjäger sie aus den Netzen holen, sind einige wohl ertrunken. Von unserem Versteck aus ist es nicht genau zu beobachten.

So oder so wartet ein grausamer Tod auf sie. Denn die ausgewickelten Tiere werden sofort unter die Abdeckplanen gezerrt. Es macht wenig Sinn, immer von neuem die Grausamkeiten zu beschreiben, die wir ohnmächtig mit ansehen müssen. Wenig später transportieren die Jäger ihre Beute unter einer grünen Plane zugedeckt in den Hafen von Taiji hinüber, wo sie die leblosen Delfinkörper – ebenfalls verborgen – an Seilen ins Schlachthaus hochziehen. Sieht so „Tradition“ und „Kultur“ aus? Ein Handwerk, das mit „Stolz“ betrieben wird?

Um das ganze Geschehen als Video anzuschauen bitte hier klicken (in Zusammenarbeit und mit freundlicher Genehmigung von Leah Lemieux, www.SaveJapanDolphins.com)

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