13. November: ein Unglückstag für die Delfine

13. Nov 2011

Delfinjagd

Es war eine der längsten und tödlichsten Delfinjagden der bisherigen Saison in Taiji. Nach einer glücklichen Woche ohne Opfer unter den Meeressäugern (letzte tödliche Jagd am 6.11.) ging es heute brutal zur Sache. Und endlos, so lange, dass sich sogar die Frage stellt, ob die Jäger nicht die gewerkschaftlichen Regeln der Fischerei-Kooperative von Taiji betr. Arbeitszeit verletzt haben.

Neun Stunden dauerte der ganze Wahnsinn. Eine Schule von knapp 30 Rundkopfdelfinen endete schliesslich eingekesselt in der Todesbucht. Während sich die Delfinjäger ans Töten machten, stellte Beobachterin und Delfinkennerin Leah Lemieux vor Ort fest, dass sich unter den Tieren auch zwei Rauzahndelfine befanden. Dafür gibt es in Taiji keine Quote.

Klarer Fall: wäre nicht Leah nebst anderen Beobachter/inne/n vor Ort gewesen, die Jäger hätten alle Tiere abgeschlachtet, illegal auch die beiden Rauzahn-Delfine. So aber ging das Karussell los. Viele Telefonanrufe zwischen Polizei, die die Beobachtenden beobachtete, und der Kooperative. Und dann - ein Lichtblick in all dem Horror: Nachdem die Jäger rund 20 Rundkopf-Delfine abgeschlachtet hatten, liessen sie am Nachmittag schliesslich 8 Rundkopfdelfine und die zwei Rauzähne frei.

Das letzte Bild der Bildergalerie zeigt zwei Rauzahndelfine (Bild von Lobosonda, die anderen 3 Bilder von Leah Lemieux)

Siehe dazu auch folgendes Video von Leah Lemieux

Bemerkenswert: seit mehr als einem Monat (11. Oktober) sind in Taiji "nur" Rundkopfdelfine getötet worden, in insgesamt 9 Treibjagden. Siehe dazu auch www.ceta-base.com/drivefisheries.html

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