Schon wieder ein toter Delfin im Connyland! OceanCare nimmt Stellung

14. Nov 2011

OceanCare

Mit Trauer und Bestürzung nimmt OceanCare die tragischen Nachrichten aus dem Freizeit-Park „Connyland“ zur Kenntnis. Innerhalb von wenigen Tagen haben zwei der fünf Delphine auf rätselhafte Weise den Tod gefunden – am Dienstag, 8. November, starb Shadow im noch jugendlichen Alter von acht Jahren; am Sonntag, 13. November, erlitt der 29-jährige Chelmers dasselbe Schicksal. Am Tag zuvor hatte die Thurgauer Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass eine Strafklage, welche vor eineinhalb Jahren von OceanCare zusammen mit der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) gegen die Betreiber des „Connyland“ eingereicht worden war, abgewiesen und eingestellt werde.

Wädenswil, 14.11.2011: OceanCare akzeptiert diesen Entscheid mit Bedauern und stellt mit Befremdung fest, dass im Rahmen der Voruntersuchung mehrere Belastungszeugen nicht angehört worden sind, die an einem allfälligen Prozess wesentliche Aussagen hätten machen und beweiskräftige Dokumente hätten vorlegen können. Nur einen Tag nachdem die Kreuzlinger Staatsanwaltschaft an einer Pressekonferenz am Samstag, 12. November, die Einstellungsverfügung bekannt gab, muss derselbe Staatsanwalt nun wegen des Todes der beiden Delphine erneut ein Verfahren eröffnen.

Noch  bevor das amtliche Ergebnis der Obduktion vorliegt, liess der Thurgauer Kantonstierarzt durchblicken, dass die Tiere möglicherweise vergiftet worden seien – und der Staatsanwalt liess sich mit den Worten zitieren, dass er eine solche Tat „militanten Tierschützern“ zutraue. Sollten sich derlei Mutmassungen und Spekulationen erhärten, würde OceanCare sich in aller Form von sogenannten „Tierschützern“ distanzieren, die auch vor kriminellen Aktionen nicht zurückschrecken, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen und sich zu profilieren. Die vorsätzliche und heimtückische Tötung gefangener Tiere ist verwerflich und höchst unethisch. Unter keinen Umständen – schon gar nicht mit dem Argument, die Tiere würden von ihrem Leiden erlöst – kann so etwas gerechtfertigt werden.

Es gibt nur eine Möglichkeit, um den Missbrauch von Show-Delphinen wirksam zu unterbinden: Ein neues Gesetz muss den Import von Walen und Delphinen ohne jede Einschränkung verbieten. Genau dies fordert eine von 77 500 Tierfreunden unterzeichnete Petition, die OceanCare am Donnerstag, 17. November, in Bern überreichen wird. Sie unterstützt eine entsprechende Motion der Bündner Nationalrätin Brigitta Gadient, die von 50 Parlamentariern unterschrieben wurde.

OceanCare lädt interessierte Medienvertreter zum Presse-Frühstück ein:

Donnerstag, 17. November, 09:15 Uhr, Café Fédéral, Bärenplatz 31, Bern

Im Anschluss wird die Petition überreicht. Es besteht die Gelegenheit zu Einzel-Interviews mit Sigrid Lüber (Präsidentin OceanCare), Dr. Sylvia Frey (Umweltnaturwissenschaftlerin/OceanCare), lic. iur. Vanessa Gerritsen (Stiftung für das Tier im Recht) sowie Graziella Blatter-Bianca (ehemalige Delphin-Betreuerin im „Connyland“).

Anmeldung zum Presse-Frühstück unter pressinfo@oceancare.org oder Tel. 044 780 66 88

   

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