Grossartiger Durchbruch! Importverbot für Delphine: Absehbarer Erfolg eines langen Engagements

14. Mär 2012

OceanCare

Seit 23 Jahren setzt sich OceanCare gegen die Gefangenhaltung von Delphinen in der Schweiz ein. Der heutige Entscheid des Ständerates ist ein Meilenstein im Bemühen der Organisation, die Schweiz zu einem Delphin-freien Land zu machen.

(OceanCare, Wädenswil/Bern, 14.03.2012) Mit 22 zu 19 Stimmen hat sich der Ständerat heute für ein Verbot von Delphinimporten in die Schweiz ausgesprochen. Damit schafft er zwar eine Differenz zum Nationalrat, der mit grosser Mehrheit für ein Halteverbot votierte, doch wird die Delphinhaltung in der Schweiz auch mit dem Importverbot zum Auslaufmodell.

In der Schweiz werden über kurz oder lang keine Delphine mehr in Gefangenschaft gehalten. Damit folgt unser Land dem Beispiel von Norwegen, England, Luxemburg, Slowenien und Zypern. Seit 1989 behielt OceanCare dieses Ziel im Fokus und engagierte sich unermüdlich dafür, dass Delphine als Wildtiere anerkannt werden, die aufgrund der besonderen biologischen Bedürfnisse in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können. Unterstützt wird dieses Anliegen von OceanCare durch Animal Trust, Schweizer Walgesellschaft, Stiftung für das Tier im Recht und Zürcher Tierschutz.

Es geht nicht nur um die Schweiz

Ein Umdenken bezüglich der Haltung von Delphinen in Gefangenschaft will OceanCare aber nicht nur in der Schweiz bewirken. Im November 2011 überreichte die Organisation dem EU-Botschafter in Bern eine Petition mit 60‘500 Unterschriften gegen den Neubau von Delphinarien und gegen den Import von Delphinen in die EU. Im Rahmen des Species Survival Network (SSN) setzt sich OceanCare dafür ein, dass Delphinarien auch in aussereuropäischen Ländern verboten werden.

Weltweit gibt es mehr als 200 Delphinarien. Da jeder Eintritt das lukrative Geschäft mit Delphinen in Gang hält, informiert OceanCare über die Medien sowie zusammen mit Reiseveranstaltern seit Jahren über die Schattenseiten der Delphinarienindustrie. An der Internationalen Schule für Touristik führt OceanCare Workshops durch, um angehende Fachkräfte für die schwierigen Aspekte des Delphintourismus zu sensibilisieren.

Gefangenschaft ist nicht das einzige Problem

Das Engagement von OceanCare geht weit über das Gefangenschafts-Problem hinaus. Als UN-Sonderberaterin für Meeresfragen setzt sich die Organisation in allen relevanten Gremien der Vereinten Nationen für den Schutz des Lebensraumes Meer ein. Im Fokus ihrer Aktivitäten stehen der weltweit zunehmende Unterwasserlärm, die Überfischung, die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik und anderen Schadstoffen sowie der Schutz der Hochsee.

An der Internationalen Walfangkonferenz erhebt OceanCare seit 1992 als einzige Schweizer Umweltorganisation die Stimme für die Wale und Delphine. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Delphinschützer Ric O’Barry geht OceanCare weltweit gegen brutale Delphin-Wildfänge vor. Eine Kampagne, die 1997 von OceanCare und der Environmental Investigation Agency (EIA) lanciert wurde, klärt die Bevölkerung in den Walfangländern über massive Kontamination des Fleisches von Walen und Delphinen mit Schadstoffen auf.

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