Vorläufige Bilanz zum Ende der Delfinjagd

29. Feb 2012

Cove Monitors

Hier eine vorläufige Bilanz zum inoffiziellen Ende der Delfinjagd. Die Chancen sind gut, dass sich die von Augenzeugen ermittelten Fang- und Tötungszahlen nicht mehr gross verändern werden. Es sei denn, die Delfinjäger stiessen in den nächsten zwei Monaten noch auf Grindwale und würden diese jagen.

Gemäss der Website Ceta Base wurden seit dem Beginn der Jagdsaison ungefähr 820 Delfine von acht verschiedenen Arten in die Todesbucht von Taiji getrieben. Ungefähr 720 Tiere davon wurden getötet, ungefähr 50 Tiere freigelassen und 50 Delfine für den Lebend-Handel in Gefangenschaft behalten.

Dies ist eine schrecklich hohe und erfreulich niedrige Zahl zugleich. 820 gefangene Tiere sind 820 zu viel. 720 getötete Delfine sind 720 zu viel. Nicht zu vergessen die bestialisch-qualvolle Art, wie sie umgebracht werden. Und 50 Tiere die in Gefangenschaft bleiben müssen, sind 50 zuviel.

Erfreulich niedrig ist die Zahl aber im Vergleich zu den Vorjahren. Sie beträgt gerade noch etwa einen Drittel der offizielle Fangquote. Mehrmals haben Augenzeugen auch berichtet, die Delfinjäger hätten riesige Schulen verfolgt, dann aber deren grössten Teil gleich wieder ins offene Meer gejagt und schliesslich nur wenige Dutzend Delfine in die Todesbucht gehetzt.

Zudem nimmt offenbar die Nachfrage nach Delfinfleisch auch in der lokalen Region wegen der Quecksilber-Verseuchung und neu infolge Fukushima auch wegen der Angst vor Verstrahlung weiter ab. Die Nachfrage ist offenbar so weit zurückgegangen, dass die Delfinfänger bisweilen kaum noch wissen, wohin mit dem Fleisch und es gratis an die Bevölkerung verteilen.

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