SeaWorld: Schwertwal tötete Trainerin

26. Feb 2010

Orca

Vor den Augen der Zuschauer tötete ein Orca-Wal in dem Meerestierpark SeaWorld in Orlando im US-Bundesstaat Florida eine Trainerin. Das Unglück ereignete sich nur wenige Minuten nach einer Show, erklärte SeaWorld-Präsident Dan Brown. Laut CNN hatte das männliche Tier schon zwei andere Menschen in den Tod gerissen. Ein Vorfall liegt nach Angaben des Senders über zehn Jahre zurück, der andere ereignete sich 1991.

Was zu dem tragischen Ereignis am Mittwoch führte, war zunächst nicht klar. Nach Angaben von Jim Solomon, einem Sprecher der Polizei im Orange County, rutschte die Trainerin aus und fiel in das Becken. Dort wurde sie von dem Killerwal in die Tiefe gezogen, sagte Solomon. Die 40-jährige Frau konnte nur noch tot geborgen werden. Eine Augenzeugin schilderte den Angriff allerdings anders.

Augenzeugenbericht

Eine der Augenzeuginnen berichtete CNN, was sie sah. Demnach sprang der Orca-Bulle, genannt Tillikum, plötzlich in die Höhe und packte die Trainerin an der Taille. Dann schüttelte er sie hin und her. "Es war richtig wild", sagte die Augenzeugin, "und einer ihrer Schuhe flog durch die Luft". Mitarbeiter der Anlage hätten sie und die anderen Zuschauer in Eile nach draußen geführt. Ein Tierpark-Mitarbeiter, der nicht genannt werden will, hat CNN den Angriff bestätigt. schon vor der Show sollen die Killerwale unruhig gewesen sein.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Worten von Brown um "eine der erfahrensten Trainerinnen" in dem Meerestierpark von Orlando. Der Präsident betonte, dass sein SeaWorld-Park eine solche Tragödie nie zuvor erlebt habe.

Tödliche Zwischenfälle

Der Schwertwal, auch Orca genannt, war nach Angaben der Tierschutzorganisation The Humane Society of the United States bereits in mehrere Zwischenfälle verwickelt, darunter den Tod einer Trainerin 1991 in Kanada. 1999 soll das mehrere Tonnen schwere Tier in Orlando für den Tod eines Mannes verantwortlich gewesen sein, der sich nach dem Schließen des Parks weiter dort aufgehalten hatte.

Die internationale Wal- und Delfinschutzgesellschaft (WDCS) führt auf ihrer Internetseite (www.wdcs.org) ein ähnliches Unglück auf, das sich erst Ende Dezember in einem Orca-Becken auf Teneriffa zutrug. Dabei war ein 29-jähriger Trainer ums Leben gekommen. "Orcas sind wildlebende, starke und oftmals unberechenbare Tiere, Sie sind generell ungeeignet für die Gefangenschaft", weil sie dort unter Stress leiden, warnt die Organisation.

Quellen: Kurier (Österreich), apa, rts, ap

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