Traumstart für das einmalige Medienprojekt: die Entdeckung der Wildnis vor unserer Haustür.

20. Jul 2010

SHZ

HÖRNUM „Schweinswale spüren die Sicherheit in einem Schutzgebiet – dann kommen sie den Menschen ganz nah, denn sie sind ziemlich neugierig“, erzählt Richard O’Barry in Hörnum. Deshalb nähern die Meeressäuger sich in dieser Zeit mit ihren verspielten Jungtieren Schwimmern vor Sylt bis auf wenige Meter.

Falten, graue Haare, hagere Gestalt – von Richard O’Barry geht eine einzigartige Aura aus, auch gestern am Hörnumer Hafen. Dort beantwortet der Oscar-Preisträger zum Start der „Expedition Wattenmeer“ Fragen von Urlaubern und Walfans. Als Tiertrainer ist der Mann aus Florida eine Legende. Er dressierte die Delfine, die als „Flipper“ weltweit berühmt wurden. Bis eines der Tiere sich 1970 in seinen Armen umbringt, langsam aufhört zu atmen, weil es die  Qualen der Gefangenschaft nicht mehr ertragen kann. Der Wendepunkt im Leben des 69-Jährigen, der seitdem für den Schutz und die Freiheit von Delfinen und ihrer Verwandten kämpft.

„Es gibt drei Dinge, die Delfine töten: Falsche Fangnetze, Umweltverschmutzung und Gefangenschaft – und das überall auf der Welt“, sagt O’Barry. Was motiviert ihn bei seinem nun schon 40-jährigen Kampf für die Delfine? „Erfolge“,  antwortet er trocken. Zum Beispiel sein Engagement auf den Salomoninseln, das nun nach 400 Jahren zum Ende des Tötens von jährlich 2000 Delfinen geführt hat. O’Barry fordert ein Schutzgebiet für Schweinswale auch in der Ostsee. Dann würden die Meeressäuger sicher bald auch dort den Menschen ganz nah kommen.

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