Delfin-Industrie am Pranger

26. Jul 2010

sh:z

HUSUM Nicht nur in den Weiten der Ozeane, auch vor unserer eigenen Haustür gibt es Wale. Und auch ihnen will Richard O’Barry („Die Bucht“) helfen. Deshalb unterzeichnete er beim Leserfest des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages als erster eine Petition zum Schutz der Schweinswale in Nord- und Ostsee.

Auf dem Podium berichtete der Gast aus Amerika dann, dass er eigentlich Richard Barry Feldmann heiße, sich nach der Zeit als „Flipper“-Trainer jedoch in O’Barry umbenannt habe, um nicht länger mit der Serie identifiziert zu werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er der „Multi-Milliarden-Dollar-Delfin-Industrie“ bereits den Rücken gekehrt. Mit einem generalstabsmäßig ausgerüsteten Filmteam zeigt er in „Die Bucht“, wie von September bis März in Taiji (Japan) Hunderte und Aberhunderte Delfine zusammengetrieben und getötet werden. Nur die wenigsten schaffen es in die Delfinarien der Welt und fristen dort ein kümmerliches Dasein.

In Japan, so O’Barry’s Übersetzerin „Kiki“ Tanaka nach der Präsentation des Films im Kino-Center, sei „Die Bucht“ bei Politik, Medien und Delfin-Industrie auf Ablehnung gestoßen. Von „anti-japanisch“ war die Rede und von einem Machwerk „US-amerikanischer Kulturimperialisten“. So wie Europäer und Amerikaner Kühe äßen, verzehrten Japaner Wale und Delfine. Das entspreche eben ihrer Tradition. „Mit dem feinen Unterschied, dass Kühe keine Wildtiere sind“, kommentierte Hans Peter Roth, O’Barry’s Schweizer Co-Autor des Buches zum Film.


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