Schweiz soll gegen die blutige Robbenjagd vorgehen

21. Jun 2011

Blick

Auch diesen Frühling wurden rund 38'000 Robben geschlachtet. Damit soll endlich Schluss sein. Und auch die Schweiz soll sich gegen das Blutbad bekennen.

In der EU gibt es bereits ein Importverbot von Robbenprodukten. Das soll nun endlich auch in der Schweiz eingeführt werden, fordern die Fondation Franz Weber und OceanCare. Unterstützt werden sie von knapp 100000 Personen, die eine Petition unterschrieben haben.

«Mehr denn je muss dieser Massenschlächterei von hunderttausenden Jungrobben ein Ende gesetzt werden», forderte Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, heute bei der Einreichung der Petition in Bern. «Die Schweiz kann dazu beitragen, wenn sie ihre Märkte schliesst.» Eine Umfrage des Instituts gfs-zürich untermauert diese Forderung. 97 Prozent der Befragten lehnen den Verkauf und Handel von Robbenprodukten in der Schweiz ab.

Politischer Druck steigt

Zusätzlichen Druck gibt es auch im Parlament. Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Feysinger hat in der Sommersession einen Vorstoss eingereicht, in dem er ein Importverbot für Robbenprodukte verlangt. Die Robbenjagd ist grausam, sagte Vera Weber. «Damit muss Schluss sein».

38'000 Robben geschlachtet

Vor dem EU-Importverbot wurden jährlich bis zu 366000 Robben abgeschlachtet. Die Einführung bewirkte einen deutlichen Rückgang. 2010 waren es 67000 Robben. Im Frühling wurden aber immer noch 38000 Robben geschlachtet.

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