Beim Walfang gehts nicht weiter: Schweiz will vermitteln

15. Jul 2011

Südostschweiz

Die InternationaleWalfangkommission IWC ist blockiert. Waljagdgegner und -befürworter halten sich dieWaage. Die Schweizer IWC-Delegation will vermitteln. Schweizer Umweltschützer warnen aber vor einem Kompromiss.

Ein Zeitungsbeitrag von Hans Peter Roth

St. Helier. – Ende April kam der Beweis. Das Fleisch von zwei vor der nordjapanischen Insel Hokkaido erlegten Walen war radioaktiv kontaminiert. Dies bestätigten japanischeWissenschaftler. Sie wiesenWerte von 31 bzw. 24,3 Becquerel nach und räumten ein, dass diese Strahlenbelastung eine direkte Folge der Fukushima-Katastrophe ist.  «Dies, obschon Walfänger die beiden Minkewale mehr als 600 Kilometer vom havarierten Atommeiler entfernt getötet hatten», sagt die Schweizer Umweltschützerin Sigrid Lüber. «Damit steht fest, dass Wale und zahllose andere Meeresbewohner in weiten Meeresgebieten direkt von Fukushima betroffen sind.»
Als Präsidentin vonOceanCare, der Schweizer Organisation zum Schutz der Meeressäuger,weilt Lüber zurzeit auf Jersey.Auf der englischen Kanalinsel halten die 89 Mitgliedstaaten noch bis heute die diesjährigeTagung der internationalen Walfangkommission IWC ab.

Um die beiden in der "Südostschweiz" dazu erschienenen Beiträge vom 14. und 16. Juli zu lesen und im Zeitungs-Layout anzuschauen, öffne bitte die beiden unten angehefteten PDF-Dateien.

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