Tage zwischen Grauen und Hoffen

10. Mär 2011

Thuner Tagblatt

Delfinjagd in Japan Der Oscar des Films «Die Bucht» wirkt. Doch es bleibt viel zu tun im Kampf gegen die Delfinjagd in Japan. Mit Unterstützung der Schweizer Organisation Ocean Care war der Oberländer Autor Hans Peter Roth erneut im Einsatz.

Ein Zeitungsbeitrag von Hans Peter Roth

Wenn sie Streifendelfine in die Bucht jagen, ist der Horror am schlimmsten. Dieser zierliche, schön gezeichnete Delfin, der auch im Mittelmeer vorkommt, kennt nur das offene Meer. Doch die japanischen Delfinjäger hetzen ihre Beute bekanntermassen gegen die Küste und dort in eine kleine Bucht im Fischerdorf Taiji. Dazu erzeugen die Jäger eine Art Lärmmauer. Sie schlagen mit Hämmern auf Metallstangen, die sie von ihren Jagdbooten ins Wasser halten. Der Klopflärm unter Wasser ist für die geräuschempfindlichen Delfine unerträglich. Sie wollen nur noch weg. Doch die Boote sind so aufgereiht, dass sie die Meeressäuger immer näher in Richtung Küste treiben, bis sie in der Bucht enden.

Panik und Ohnmacht

Das Netz ist hinter den Delfinen zugezogen. Sie sind in der Bucht von Taiji gefangen, ihr Schicksal ist besiegelt. Hier wartet der Tod. Streifendelfine kennen keine Untiefen und schroffe Felsen, die sie nun finster von den Weiten des Ozeans abriegeln. Nackte Panik bricht aus, obschon die Tiere von der Treibjagd völlig erschöpft sind. Sie springen gegen die Felsen, stranden auf messerscharfem Gestein und verletzen sich furchtbar.

Um den im "Thuner Tagblatt" und "Berner Oberländer" dazu erschienenen Beitrag vom 10. März (siehe auch Frontseite) zu lesen und im Zeitungs-Layout anzuschauen, öffne bitte die beiden unten angehefteten PDF-Dateien.

Zurück