Rendez-vous an der Côte d'Azur - Grosser Magazin-Beitrag von Hans Peter Roth

02. Dez 2011

Beobachter Natur
Wale und Delphine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten ist viel einfacher, als man denkt.  Ein Beitrag über die Wale und Delfine im Mittelmeer und deren Erforschung durch die Schweizer Organisation OceanCare, im grössten Schweizer Umwelt-Magazin, Beobachter Natur, vom 2. Dezember 2012.

VON HANS PETER ROTH

Rund wölbt sich sein Rücken, dann taucht die Fluke auf. Die riesige Schwanzflosse des Wals hebt sich elegant aus dem Meer. Wasser rinnt an ihr herab und glitzert wie ein Wasserfall in der Morgensonne, kurz bevor das Tier senkrecht in die Tiefe des Meeres taucht. Wie benommen schnappe ich nach Luft. Das Meer hat den Wal verschluckt und funkelt nun im ruhigen Azurblau, als hätte es ihn nie gegeben. In diesem Moment rauscht er irgendwo unter unserem Forschungsschiff in die Tiefe. 1000 bis 2000 Meter unter dem Meeresspiegel spürt er in der Finsternis eines Tiefsee-Canyons Riesenkalmare auf: ein Pottwal, der grösste Jäger des Planeten.

Das Schiff dümpelt wenige Kilometer vor der Küste. Die Fernsicht ist atemberaubend. In der Ferne schimmert der Schnee auf den Alpengipfeln. Ich erinnere mich an all die Bilder, die ich von Walfluken gesehen hatte vor dieser Reise. Bilder mit mächtigen Gebirgszügen. Alaska, Kanada, Grönland, Wale vor der chilenischen Küste. Wir aber sind vor Südfrankreich, irgendwo zwischen Cannes und Nizza, und soeben habe ich vor einem Alpenpanorama einen Pottwal beobachtet. Hätte ich das doch fotografieren können!

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