Die untergegangene Katastrophe

11. Mär 2013

Landbote

Das Beben, die Flut, die Strahlung. Diese Dreifachkatastrophe traf Japan vor genau zwei Jahren. Nun kommt ein viertes Unglück hinzu: Hunderte Kilometer der Küste sind abgesunken.

Zunächst sieht alles gespenstisch normal aus in Kamaishi. Dann plötzlich klaffen Lücken zwischen den Häuserzeilen der Hafenstadt an der Ostküste im Norden Japans. Gebäude fehlen. Die Tsunamizone.

Tadashi Abe, Inhaber des Owatari Inn, erzählt, die Flutwelle habe das Erdgeschoss und die erste Etage seiner Pension völlig verwüstet. «Der Ozean floss durch mein Haus.» Nur die massive statische Metallkonstruktion hat das vierstöckige Gebäude gehalten.

Auf dem Parkplatz vor der Pension glänzt eine grosse Lache, obschon es seit mehr als einer Woche trocken ist.  «Kosten Sie mit der Fingerspitze», nickt Tadashi Abe. Erschrocken spucke ich aus. Das Wasser schmeckt salzig. «Ich zeige Ihnen den Grund», sagt Abe und fährt uns zum Hafen.

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