Die untergegangene Katastrophe

10. Mär 2013

Sonntag

Das Beben, die Flut, dann die Strahlung – diese Dreifach-Katastrophe traf Japan am 11. März 2011. Doch dazu kommt noch ein viertes Unglück: Hunderte Kilometer der Küste sind abgesunken.

Auf dem Parkplatz vor der Pension glänzt eine grosse Lache, obschon es seit mehr als einer Woche trocken ist.  «Kosten Sie mit der Fingerspitze», nickt Tadashi Abe. Erschrocken spucke ich aus. Das Wasser schmeckt salzig. «Ich zeige Ihnen den Grund», sagt Abe und fährt uns zum Hafen.

Der Anblick ist absurd. Müde schwappen kleine Wellen über den Beton von Docks und Molen. Ohne Gummistiefel erreicht man keines der wenigen festgemachten Schiffe trockenen Fusses. «Der gesamte Küstenbereich hat sich um bis zu 1,50 Meter abgesenkt», erklärt unser Gastgeber.

Erst das Beben, dann die Flutwelle und danach Fukushima. Die Dreifach-Katastrophe ist mit der Absenkung weiter Küstenstriche in der Präfektur Iwate – wo Kamaishi liegt – und der südlich angrenzenden Präfektur Miyagi zum vierfachen Desaster geworden.

Ganzer Beitrag Zeitungsversion im Original

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